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Orthopädische Privatpraxis
Dr. med. Eduard Chen
Berliner Platz 6
61476 Kronberg
Tel: 06173 – 60 11 70
Fax: 06173 – 60 11 79

Extrakorporale Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine Stoß-
wellenbehandlung, mit der folgende Erkrankungen behandelt
werden können:

- Pseudarthrosen, nicht heilende Knochenbrüche
- Schmerzhafte Verkalkung der Schulter (Tendinitis calcarea)
- Schmerzhafte Fersenspornbildung (Fasciitis plantaris)
- Schmerzhafte Trizepssehnenansatzverkalkung am Ellbogen
(Olecranonsporn)
- Tennis- oder Golferellbogen (Epicondylitis radialis sive ulnaris
humeri)
- Ulcus cruris und chronsich offene Wunden

Methode
Die Möglichkeit der Stoßwellenbehandlung in der Orthopädie oder
Unfallchirurgie hat sich aus der Methode der Urologie entwickelt,
Nierensteine ohne Operation durch alleinige Anwendung von Stoß-
wellen (Lithotripsie) aus dem Körper zu entfernen.

Ebenso wie in der Urologie werden Schalldruckwellen erzeugt, die
in der Tiefe des Körpers gebündelt (fokussiert) werden. Diese
Verdichtung der Stoßwellen kann dann durch rhythmische und
wiederkehrende Anwendung zur Zerrüttung eines Festkörpers,
z. B. einer Verkalkung führen. Die Verkalkung wird durch die Stoß-
wellenbehandlung zu feinstem "Sand" zerrieben und kann dann vom
Körper aufgenommen und auf dem Blutweg abtransportiert und
ausgeschieden werden.

Durchführung
Die Verkalkung wird mit Röntgendurchleuchtung „geortet" und
dabei der Fokus mit dem Applikator eingestellt. Die Energiever-
dichtung erfolgt dann im Zentrum der Verkalkung. Andere Körper-
strukturen, die sich in der Nähe der Verkalkung befinden (z. B.
Blutgefäße, Nerven, Sehnen) werden von der Stoßwelle zwar
erfasst, aber nicht geschädigt, da sie nicht im Fokus der Stoß-
welle liegen. Eine einzige Stoßwelle ist als lauter Ton zu hören
und wird als Schlag, etwa wie bei einem Fauststoß empfunden.
Die Häufigkeit der Stöße beträgt in etwa 8 pro Minute, die
Gesamtanzahl pro Sitzung ca. 2000. Die Stoßstärke kann der
Verkalkung angepasst werden.

Unerwünschte Nebenwirkungen
Neben Blutergüssen kann es zu Schwellungen oder oberflächlichen
Hauteinblutungen kommen. Seltener wird von einer kurzfristigen
Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet berichtet. Die während
der Behandlung empfundenen Schmerzen werden unterschiedlich
stark wahrgenommen. Wenn die Anfangsbeschwerden nach drei
Sitzungen nicht deutlich besser geworden sind, sollte die Therapie
nicht fortgesetzt werden.
Auch bei der ESWT gibt es Therapieversager und Fälle, bei denen
sich die Beschwerden nach der Behandlung verstärken. Es bedarf
also einer sorgfältigen Indikationsstellung.